Denkmale in Ostfriesland
 
Dr. Eberhard Ramm
Tönjes Schmidt
Knud Nielsen
Jan Hinrichs
Wiesmoor
Hauptstraße,
Ecke Wittmunder Straße

Das sogenannte Ehrenmal an der Hauptkreuzung in Wiesmoor wurde 1937 zu Ehren der Wiesmoor-Gründer errichtet. Es besteht aus einem hallenartigen, nach zwei Seiten offenen Backsteinbau mit einem gepflasterten Vorplatz und einer bepflanzten Rabatte und ist nach hinten von einer Mauer begrenzt. An der Rückwand der Halle sind vier Relief-Metalltafeln abgebildet. Sie zeigen (von links) Dr. Eberhard Ramm, Knud Nielsen, Tönjes Schmidt und Jan Hinrichs. Über die gesamte Breite der Wand zieht sich ein Spruchband mit der Inschrift Dem Arbeiter der Stirn und der Faust, der die schlummernde Kraft des Moores geweckt und das Leben erschließt.
 
     

• Der preußische Geheime Oberregierungsrat Dr. Eberhard Ramm gilt als derjenige, der die Idee hatte, Torf statt Kohle als Brennstoff zur Erzeugung elektrischer Stroms zu verwenden. Auf seine Initiative wurde 1908 im Wiesmoor (Wieseder Moor) südwestlich von Wiesederfehn ein Kraftwerk gebaut, das ein Jahr später den Betrieb aufnahm und den Marinestützpunkt Wilhelmshaven, aber auch umliegende Orte mit Strom versorgte.
• Knud Nielsen war der erste Direktor des Kraftwerks, nach ihm ist der Nielsenpark benannt, der sich an das Ehrenmal und dem dahinter liegenden Umspannwerk anschließt.
• Tönjes Schmidt war der erste Bürgermeister der Gemeinde Wiesmoor, die 1922 aus einem preußischen Gutsbezirk hervorging.
• Jan Hinrichs (1887-1974) wurde 1921 Nachfolger von Knud Nielsen als Direktor des Torfkraftwerks. Nach dem Zweiten Welkrieg wurde auf seine Initiative hin die Siedlung Hinrichsfehn gegründet. 1954 wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Wiesmoor ernannt.

Quellen: Auskunft von Jürgen Adams per E-Mail (8.5.2008)
Historische Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft

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