Denkmale in Ostfriesland
 
Friedrich II.
*1712 †1786
König von Preussen
Emden am Schöpfwerk an der Knock
  
Friedrich II., genannt der Große, war von 1740 bis 1786 König von Preussen. Während seiner Regentschaft, nach dem Tod des letzten Cirksena-Fürsten Carl-Edzard im Mai 1744, wurde Ostfriesland preußisch. In Ostfriesland hat sich der "alte Fritz" besonders durch das Urbarmachungsedikt von 1765, mit dem die Besiedlung der Moore gefördert und gelenkt wurde, und die Förderung des Küstenschutzes einen Platz in der Geschichte verdient.
 
Die Inschrift auf dem Denkmal gibt Aufschluss über den Anlass seiner Errichtung:
Dem Andenken Friedrich des Grossen errichtet 1901 Emden 1751 zum Porto Franko erklärt, 1748-89 Sitz der preussisch-asiatisch. 1753-62 der bengalischen 1765-68 der levantischen Handlungs-Kompagnie.
Angefertigt von Prof. J. Uphues in Berlin


 
Die Statue des "Alten Fritz" ist eine Wiederholung des für die Siegesallee in Berlin geschaffenen Denkmals. Zur Eröffnung des neuen Emder Außenhafens wurde sie 1901 zusammen mit dem Denkmal für seinen Urgroßvater Friedrich Wilhelm im Stadtgarten, wo bereits ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I. stand, aufgestellt. Beide Denkmale wurden 1945, nach Ende des Krieges, auf Veranlassung des damaligen Emder Oberbürgermeisters Georg Frickenstein abgebaut und auf dem Bauhof gelagert. 1966 schenkte die Stadt Emden die Denkmale dem I. Entwässerungsverband für sein in Bau befindliches Siel- und Schöpfwerk an der Knock.
 
Zwei weitere Denkmale für Friedrich II. gibt es in Neßmersiel und in Leer

Quellen:
Denkmale kehren ins Zentrum zurück - Ostfriesen-Zeitung vom 14. Januar 2002; Ploetz - Lexikon der Weltgeschichte. Personen und Begriffe. Freiburg/Br. 1996; Walter Deeters: Kleine Geschichte Ostfrieslands. Leer 1985

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