Christopher Columbus disovery of America

 

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Sie waren vorher da - oder?
Transozeanische Kontakte vor Columbus
 
Wenn man es genau nimmt, war Columbus der letzte Entdecker Amerikas, der letzte aus einer ganzen Reihe europäischer, afrikanischer und asiatischer Amerika-Fahrer seit der grauen Vorzeit. Columbus war aus Sicht der alten Welt der letzte und wahre Entdecker, weil nach ihm das Wissen von der Existenz des amerikanischen Kontinents nicht mehr aus dem Gedächtnis der Welt verschwunden ist wie viele Male vorher.
 
Wir kennen den letzten Entdecker Amerikas. Aber wer war der erste? Ein namenloser Asiat, der vor vielleicht 30 000 Jahren auf der Suche nach Wild und Nahrung die damals existierende Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska in östliche Richtung überquerte? Wahrscheinlich. Obwohl in der Besieldlungsgeschichte Amerikas noch viele Fragen offen sind, scheint doch gesichert, dass die Menschen in mehreren Schüben über eine Landbrücke langsam von Asien auf den Kontinent einsickerten und sich dort im Laufe der Jahrtausende bis zur Südspitze in Feuerland ausbreiteten.

 

Der erste Amerikaner kam von Asien herüber
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Die wissenschaftliche Kontroverse über die ersten Amerikaner, die durch Ausgrabungsfunde in den letzten Jahren neu aufgeflammt ist und viele alte Selbstverständlichkeiten über die Herkunft der eingeborenen Indianer in Frage stellt, ist hier nicht weiter von Interesse. Es geht darum, wer in Zeiten, aus denen mündliche und schriftliche Überlieferungen vorliegen, möglicherweise, angeblich, wahrscheinlich und sicher bis zum Eintreffen der Spanier am 12. Oktober 1492 von der alten Welt nach Amerika gekommen ist. Aus Platzgründen muss ich mich auf eine grobe Zusammenfassung beschränken, auf Kosten vieler interessanter Details. Ebenso fehlt es an der eigentlich notwendigen inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Positionen. Sie wird nur gelegentlich angeschnitten.
 
Erwiesen ist bisher nur die Anwesenheit der Wikinger in Amerika vor Columbus. Sie haben als einzige materielle Spuren hinterlassen, deren Ursprung zweifelsfrei nicht amerikanisch ist. Ansonsten fehlt es an derartigen eindeutigen Beweisen. Das ist der Mangel aller anderen Theorien über prä-kolumbische Kontakte. Es gibt eben keine chinesische Keramik, phönizische Münzen oder griechischen Inschriften, die eindeutig vor Columbus nach Amerika gekommen sind. Genau so wenig, wie es übrigens amerikanische Artefakte in der alten Welt gibt. Bei den zum Teil vermuteten ausgiebigen Kontakten einschließlich Handelsverkehr wäre ein gegenseitiger Warenaustausch zu erwarten, der Spuren hinterlässt. Dafür gibt es in der alten Welt zahlreiche Beispiele.
 
Leider sind die Fronten in Sachen transozeanischer Kontakte verhärtet. Genauso wie sie von Befürwortern allzu oft unkritisch gefeiert und kompromisslos verteidigt werden, werden sie von der etablierten Wissenschaft regelmäßg in Bausch und Bogen verbannt oder zumindest als unwichtig abgetan. Dabei spielen Emotionen und Vorurteile wahrscheinlich auf beiden Seiten häufig eine ebenso große Rolle wie Argumente.
 
Was fehlt, ist eine entspannte, sachliche Bestandsaufnahme und Analyse. Am Ende einer solchen Untersuchung wird man die Geschichte Amerikas nicht umschreiben müssen. In Amerika haben sich Formen der menschlichen Kultur kontinuierlich entwickelt, die in vieler Hinsicht grundsätzlich verschieden sind von denen der alten Welt. Eine weitgehende Einflussnahme aus Europa, Asien oder Afrika wäre längst festgestellt worden. Das schließt aber sporadische Kontakte nicht aus.
 
Das nach meiner Ansicht noch immer beste Buch zum Thema ist Nigel Davies: Bevor Kolumbus kam (Originaltitel: Voyagers to the New World). Es ist zwar schon mehr als 30 Jahre alt und in vielen Details überholt, aber gibt einen fundierten Überblick, der sich gut zum Weiterforschen eignet. Dies soll die einzige Buchempfehlung sein. Zu einzelnen Kontakten gibt es auf den jeweiligen Seiten neben Links zu Online-Quellen Literaturhinweise.

 

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