Christopher Columbus disovery of America

 

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Wo ist Christoph Columbus am 12. Oktober 1492 gelandet?

 
"Um zwei Uhr morgens kam das Land in Sicht, von dem wir etwa 8 Seemeilen entfernt waren. Wir holten alle Segel und und fuhren nur mit einem Großsegel, ohne Nebensegel. Dann lagen wir bei und warteten bis zum Anbruch des Tages, der ein Freitag war, an welchem wir zu einer Insel gelangten, die in der Indianersprache Guanahaní hieß." - Aus dem Bordbuch des Christopher Columbus, Eintrag zum 11./12. Oktober 1492
 
Obwohl die Entdeckungsreise des Columbus dank seines detailreichen Bordbuchs die am besten dokumentierte Seereise des ausgehenden Mittelalters ist, ist bis heute nicht genau bekannt, auf welcher Insel der Bahamas die Spanier am 12. Oktober 1492 landeten. Es hat zahlreiche Theorien und Vermutungen gegeben. Am Ende des 20. Jahrhunderts werden zwei Insel favorisiert:
 
San Salvador
- die ehemalige Watling-Insel wurde 1926 umbenannt und bekam den Namen, den Columbus der Erstentdeckung gab. Die Einheimischen nannten sie Guanahaní. Ein weißes Kreuz erinnert heute an den vermeintlichen Ort der ersten Landung.
 
Samana Cay
- eine kleine, unbewohnte Insel südwestlich von San Salvador wird seit Mitte der 80er Jahre favorisiert. Mitarbeiter der National Geographic Society haben mit Computerhilfe den Kurs der spanischen Flotte neu rekonstruiert. Außerdem haben sie auf Samana Cay bei Ausgrabungen indianische Artefakte des ausgehenden 15. Jahrhunderts entdeckt.
 
Eine offizielle Anerkennung dieser Theorie steht noch aus. Für die Regierung der Bahamas ist nach wie vor San Salvador die Insel der ersten Landung. Dorthin lassen sich auch Touristen locken, es gibt einen Flugplatz und Hotels, im Hauptort der Insel sogar ein "New World Museum".
 
Zur engeren Wahl zählen zudem Plana Cays und Mayaguana, zwei Inseln südlich und südwestlich von Samana Cay, für die in erster Linie spricht, daß sie im Vergleich zu anderen wenig Fragen offen lassen.
 
Der Grund für die Unsicherheit über den Landungsort ist die Ungenauigkeit der damaligen Positionsbestimmungen. Christoph Columbus war zwar, wie viele Seeleute seiner Zeit, sehr gut darin, die auf See zurückgelegte Strecke abzuschätzen, Windrichtung und Strömungen zu bestimmen. Aber es waren eben nur Schätzungen, verläßliche und genaue Methoden gab es noch nicht. Wer heute anhand der Angaben aus dem Logbuch versucht, den Kurs nachzufahren, muß ebenfalls schätzen. Auch die Beschreibungen der aufgesuchten Inseln ist ungenau und lückenhaft, Positionsbestimmungen fehlen, und zurückgelassen haben die Spanier auf den ersten von ihnen besuchten Inseln auch nichts, was Spuren hinterlassen hätte.
 
Eine umfassende Darstellung der Diskussion um die Landung bietet die englischsprachige
Columbus Landfall Homepage |
von Keith A. Pickering.

 

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